FreeTools Labs Lexikon
Kalorien & Energiebedarf
Erfahre, wie Ruheenergie, Körperdaten und Aktivitätsfaktoren zu einem geschätzten Energiebedarf und Zielbereich führen. Der Artikel ordnet Modellannahmen und ihre Grenzen ein.
FreeTools Labs Lexikon
Erfahre, wie Ruheenergie, Körperdaten und Aktivitätsfaktoren zu einem geschätzten Energiebedarf und Zielbereich führen. Der Artikel ordnet Modellannahmen und ihre Grenzen ein.
Der Kalorienrechner erstellt für gesunde Erwachsene eine mathematische Orientierung aus geschätztem Ruheenergieverbrauch, einem PAL-Faktor für die gesamte tägliche Aktivität und einem ausgewählten Zielbereich. Er misst weder Energieverbrauch noch Energieaufnahme direkt und berechnet keine individuelle Ernährungsberatung.
Eingegeben werden Körpergröße in cm, Körpergewicht in kg, Alter in ganzen Jahren, die Formelgeschlechtskategorie `male` oder `female`, eine von fünf Aktivitätsstufen und eines von drei Zielen. Gültig sind 120 bis 230 cm, 35 bis 300 kg und 18 bis 100 Jahre. Außerhalb dieser Bereiche erzeugt der Service keinen Ergebnisdatensatz.
Das Tool zeigt einen geschätzten Ruheenergieverbrauch, einen Erhaltungsbereich und den Bereich für das gewählte Ziel. Intern berechnet es außerdem einen Gesamtenergie-Mittelpunkt, um die sichtbaren Bereiche zu bilden; dieser Mittelpunkt wird nicht als vermeintlich genauer Einzelwert hervorgehoben. Alle Energieangaben sind kcal pro Tag.
Ruheenergieverbrauch und Gesamtenergiebedarf sind im Rechner Modellwerte. Eine Gleichung und ein Aktivitätsfaktor ersetzen keine indirekte Kalorimetrie oder die Erfassung des tatsächlichen Alltags.
Mifflin-St Jeor, male
10 × Gewicht kg + 6,25 × Größe cm − 5 × Alter Jahre + 5Mifflin-St Jeor, female
10 × Gewicht kg + 6,25 × Größe cm − 5 × Alter Jahre − 161Der Unterschied der beiden im Service implementierten Zweige liegt allein in der Konstante +5 beziehungsweise −161. Das Ergebnis heißt im Tool geschätzter Ruheenergieverbrauch. Es ist kein gemessener Grundumsatz und keine direkte Vorgabe für die tägliche Energiezufuhr.
Interner Gesamtenergie-Mittelpunkt
Ruheenergieverbrauch × PAL-FaktorPAL steht im Tool für die gesamte tägliche Aktivität: Alltag, Arbeit, Haushalt, Wege, Freizeitbewegung und Training werden gemeinsam in einem Faktor modelliert. Training wird nicht zusätzlich als einzelne Sportkalorie berechnet. Die fünf auswählbaren Faktoren sind: überwiegend sitzend 1,4; leicht aktiv 1,5; mäßig aktiv 1,6; sehr aktiv 1,8; außergewöhnlich aktiv 2,0.
Die Stufe ist eine Modellannahme, keine universell passende Klassifikation. Bei `exceptional` gibt der Service immer den Hinweis `EXTREME_ACTIVITY_REQUIRES_CAREFUL_SELECTION` aus, weil Faktor 2,0 eine außergewöhnlich hohe Gesamtaktivität voraussetzt.
Erhaltung
95 % bis 105 % des Gesamtenergie-MittelpunktsLangsam abnehmen
85 % bis 90 % des Gesamtenergie-MittelpunktsLangsam zunehmen
105 % bis 110 % des Gesamtenergie-MittelpunktsDer Erhaltungsbereich wird immer gezeigt. Das ausgewählte Ziel erzeugt zusätzlich den angezeigten Zielbereich; bei `maintain` sind beide Bereiche identisch. Die Faktoren für Erhaltung und die beiden langsamen Zielrichtungen sind verbindliche Projektspezifikationen. Sie werden im Artikel nicht als wörtliche Empfehlung von Mifflin, EFSA oder DGE dargestellt.
Der Service rundet den sichtbaren Ruheenergieverbrauch mathematisch auf die nächsten 10 kcal und jede Bereichsgrenze auf die nächsten 25 kcal. Er rechnet vorher mit voller Genauigkeit. Falls die gerundete untere Grenze eines Abnahmebereichs unter dem ungerundeten Ruheenergieverbrauch liegt, gibt er `GOAL_RANGE_BELOW_RESTING_ENERGY` aus; er ersetzt den Wert nicht durch eine erfundene Mindestzahl.
Eingegeben werden 180 cm, 80 kg, 30 Jahre, `male`, Aktivität `moderate` und Ziel `maintain`. Der Service berechnet 10 × 80 + 6,25 × 180 − 5 × 30 + 5 = 1.780 kcal pro Tag geschätzte Ruheenergie. Die sichtbare Rundung auf 10 kcal bleibt 1.780 kcal.
Für `moderate` verwendet der Service PAL 1,6. Der interne Mittelpunkt ist 1.780 × 1,6 = 2.848 kcal. Der Erhaltungsbereich wird aus 95 % und 105 % gebildet: 2.705,6 und 2.990,4 kcal werden auf 2.700 und 3.000 kcal gerundet. Das Ziel `maintain` liefert denselben Bereich 2.700–3.000 kcal pro Tag; der Service gibt für diese Eingaben keine Warnung aus.
Eingegeben werden 165 cm, 65 kg, 30 Jahre, `female`, Aktivität `light` und Ziel `lose-slowly`. Die Ruheenergiegleichung ergibt 10 × 65 + 6,25 × 165 − 5 × 30 − 161 = 1.370,25 kcal. Sichtbar formatiert das Tool 1.370 kcal.
Mit PAL 1,5 ergibt sich intern 1.370,25 × 1,5 = 2.055,375 kcal. Für `lose-slowly` berechnet der Service 85 % bis 90 % davon: 1.747,06875 und 1.849,8375 kcal. Nach der 25-kcal-Rundung zeigt das Tool 1.750–1.850 kcal pro Tag. Das Beispiel ist ein Rechenszenario; es sagt weder eine bestimmte Gewichtsveränderung voraus noch legt es fest, was eine Person essen soll.
Der Rechner erstellt keinen Ernährungs- oder Mahlzeitenplan, keine Makronährstoffverteilung, keine Lebensmittel- oder Sportkalorienberechnung, kein Wunschgewicht und keine Zeitprognose. Körperfett, fettfreie Masse und Katch-McArdle werden nicht eingegeben, importiert oder berechnet. Es besteht keine technische Abhängigkeit zum Körperwerte-Rechner oder zum BMI-Rechner.
Laut Projekt-README ist der Rechner nicht für Minderjährige, Schwangerschaft oder Stillzeit, Essstörungen oder deren Vorgeschichte, Erkrankungen mit relevantem Einfluss auf den Energiebedarf, medizinische Ernährungsvorgaben, professionellen Leistungssport mit individueller Betreuung oder fachlich überwachte Therapie- und Medikationsfälle vorgesehen.
Die Bereiche sind Schätzungen für gesunde Erwachsene innerhalb der implementierten Eingabegrenzen. Sie ersetzen keine Messung, Diagnose, Therapie oder individuelle ernährungswissenschaftliche beziehungsweise medizinische Beratung.
Projektquelle für die verwendete Mifflin-St.-Jeor-Gleichung.
Projektquelle für die wissenschaftliche Einordnung von Energiebedarf, Gesamtaktivität und PAL; nicht für die projektspezifischen Zielbereichsfaktoren.
Projektquelle für die wissenschaftliche Einordnung von Energiebedarf, körperlicher Aktivität und PAL; nicht für die projektspezifischen Zielbereichsfaktoren.