FreeTools Labs Lexikon
Marge, Aufschlag & Gewinn
Erfahre, wie Kosten, Verkaufspreis und Gewinn zusammenhängen und warum Marge und Aufschlag unterschiedliche Prozentbezüge verwenden.
FreeTools Labs Lexikon
Erfahre, wie Kosten, Verkaufspreis und Gewinn zusammenhängen und warum Marge und Aufschlag unterschiedliche Prozentbezüge verwenden.
Berechne Gewinn, Marge, Aufschlag und erforderliche Preise.
Marge-, Aufschlag- & Gewinnrechner öffnen →Der Marge-, Aufschlag- & Gewinnrechner verbindet eingegebene Kosten und Verkaufspreise mit Gewinn oder Verlust. Er trennt dabei zwei verschiedene Prozentbezüge: Die Marge bezieht den Gewinn auf den Verkaufspreis, der Aufschlag (Markup) auf die Kosten. Zusätzlich berechnet das Tool Zielpreise, Rückrechnungen für Kosten sowie Deckungsbeitrag, Break-even und Mengen für Gewinnszenarien.
Im Preiskalkulationsbereich ist `Gewinn = Verkaufspreis − Kosten`. Bei einem Verkaufspreis unter den eingegebenen Kosten ist das Ergebnis negativ und wird als Verlust ausgewiesen. Der Rechner verwendet dabei genau die eingegebenen Zahlen; er ergänzt nicht automatisch weitere Kostenbestandteile.
Der so berechnete Gewinn ist deshalb kein vollständiger Unternehmens-, Perioden-, Netto- oder Jahresgewinn. Ob Fixkosten, Steuern oder andere Kosten bereits in einer Eingabe stecken, entscheidet die Eingabe im jeweiligen Rechenweg.
Die Page besitzt fünf Preiskalkulationsmodi: Analyse von Kosten und Verkaufspreis, Zielverkaufspreis aus Marge oder Aufschlag sowie Rückrechnung der Kosten aus Verkaufspreis und Marge oder Aufschlag.
Marge und Aufschlag verwenden denselben absoluten Gewinn, sind aber nicht synonym. Die Marge beantwortet, welcher Anteil des Verkaufspreises Gewinn ist. Der Aufschlag beantwortet, wie groß der Gewinn im Verhältnis zu den Kosten ist.
Marge
Marge in % = Gewinn ÷ Verkaufspreis × 100Aufschlag / Markup
Aufschlag in % = Gewinn ÷ Kosten × 100Bei Kosten von 60 und Verkaufspreis von 80 liefert der Service Gewinn 20, Marge 25 % und Aufschlag 33,33 % in der Anzeige. Der gleiche Gewinn erzeugt also zwei unterschiedliche Prozentwerte: 25 % Marge sind nicht 25 % Aufschlag.
Der Fall Kosten 60 und Verkaufspreis 80 zeigt die vollständige Rechnung: `80 − 60 = 20` Gewinn. Für die Marge rechnet das Tool `20 ÷ 80 × 100 = 25 %`; für den Aufschlag `20 ÷ 60 × 100 = 33,333… %`. Die Page formatiert den zweiten Wert als 33,33 %.
Ein Verlustfall bleibt ebenfalls mathematisch sichtbar: Kosten 100 und Verkaufspreis 80 ergeben −20 Gewinn, −25 % Marge und −20 % Aufschlag. Negative Prozentwerte sind in der Analyse kein eigener Validierungsfehler, sondern folgen aus dem eingegebenen Verkauf unter Kosten.
Für eine Zielmarge berechnet das Tool den benötigten Verkaufspreis aus den Kosten. Bei Kosten 75 und Zielmarge 25 % ergibt der Service einen Verkaufspreis von 100, Gewinn 25 und damit genau 25 % Marge. Der dazugehörige Aufschlag beträgt 33,33 % und ist bewusst nicht ebenfalls 25 %.
Verkaufspreis aus Zielmarge
Verkaufspreis = Kosten ÷ (1 − Zielmarge ÷ 100)Für einen Zielaufschlag wird dagegen auf die Kosten aufgeschlagen. Bei Kosten 80 und Zielaufschlag 25 % berechnet der Service Verkaufspreis 100, Gewinn 20 und Marge 20 %.
Verkaufspreis aus Zielaufschlag
Verkaufspreis = Kosten × (1 + Zielaufschlag ÷ 100)Die zwei Rückrechnungsmodi kehren diese Beziehungen um: Aus Verkaufspreis und Marge berechnet das Tool `Kosten = Verkaufspreis × (1 − Marge ÷ 100)`. Aus Verkaufspreis und Aufschlag verwendet es `Kosten = Verkaufspreis ÷ (1 + Aufschlag ÷ 100)`. Für Verkaufspreis 100 ergeben 20 % Marge beziehungsweise 25 % Aufschlag jeweils Kosten 80.
Eine Zielmarge muss im Rechner mindestens 0 % und kleiner als 100 % sein. Bei 100 % wäre der Nenner der Zielpreisformel null; der Service weist diesen Eingabewert deshalb mit `INVALID_MARGIN` ab, statt einen Infinity-Wert auszugeben. Zielaufschläge müssen mindestens 0 % sein.
Bei Verkaufspreis 0 ist die Margenquote nicht definiert; bei Kosten 0 ist die Aufschlagsquote nicht definiert. Der Service gibt in diesen Fällen keinen `NaN`- oder Infinity-Prozentwert aus, sondern lässt nur den jeweiligen Quotienten undefiniert. Negative direkte Kosten oder Verkaufspreise werden abgewiesen.
Eine undefinierte Prozentquote ist keine automatisch ersetzte 0-%-Quote. Sie zeigt, dass die jeweilige Bezugsgröße für die Division null ist.
Der Bereich `Break-even & Deckungsbeitrag` hat drei Untermodi: Break-even, Gewinn bei Absatzmenge und Zielgewinnmenge. Er trennt Fixkosten von variablen Kosten pro Stück. Im Modell bleiben Fixkosten unabhängig von der Absatzmenge; variable Kosten werden pro verkaufter Einheit angesetzt.
Deckungsbeitrag pro Stück
Verkaufspreis pro Stück − variable Kosten pro StückNur bei positivem Deckungsbeitrag berechnet der Service die Break-even-Menge als `Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro Stück`. Er zeigt die mathematisch exakte Menge, die auf ganze Stück aufgerundete Mindestmenge und den Umsatz am Break-even getrennt an.
Servicegeprüft: Bei Fixkosten 10.010, Verkaufspreis 50 pro Stück und variablen Kosten 30 pro Stück beträgt der Deckungsbeitrag 20. Der exakte Break-even liegt bei 500,5 Stück, die Mindestmenge bei 501 ganzen Stück und der Break-even-Umsatz bei 25.025.
Ist der Deckungsbeitrag nicht positiv, liefert der Service den Status `unreachable`. Bei Fixkosten 10.000, variablen Kosten 30 pro Stück und Verkaufspreis 30 pro Stück ist der Deckungsbeitrag 0; eine Break-even-Menge wird nicht ausgegeben. Das beschreibt nur dieses Eingabemodell, keine allgemeine betriebswirtschaftliche Bewertung.
Im Untermodus Gewinn bei Absatzmenge bildet der Rechner Umsatz, variable Gesamtkosten und gesamten Deckungsbeitrag aus der eingegebenen Menge. Anschließend gilt `Gewinn = gesamter Deckungsbeitrag − Fixkosten`. Bei Fixkosten 10.000, Verkaufspreis 50, variablen Kosten 30 und Absatzmenge 700 berechnet der Service Umsatz 35.000, variablen Gesamtkosten 21.000, gesamten Deckungsbeitrag 14.000 und Gewinn 4.000.
Für einen Zielgewinn ist ein positiver Deckungsbeitrag erforderlich. Das Tool verwendet `benötigte Menge = (Fixkosten + Zielgewinn) ÷ Deckungsbeitrag pro Stück` und zeigt den mathematischen Wert sowie die Mindestmenge als ganze Stückzahl. Bei Fixkosten 10.000, Deckungsbeitrag 20 und Zielgewinn 5.000 sind 750 Stück und Umsatz 37.500 erforderlich.
EUR, USD, GBP und CHF sind auswählbare Anzeigeformate. Es gibt keine Wechselkursrechnung: Derselbe Zahlenwert bleibt fachlich derselbe Rechenwert, auch wenn die Page ihn mit einem anderen Währungssymbol formatiert.
Der Service rechnet mit Rohwerten weiter. Die Page zeigt Geldbeträge und Prozentwerte mit zwei Nachkommastellen in der aktiven Sprache; mathematische Break-even- und Zielmengen werden mit vier Nachkommastellen formatiert. Die ganzzahlige Mindestmenge bleibt davon getrennt.
Der Rechner rechnet keine Wechselkurse, Rabatte, Mehrwertsteuer, sonstige Steuern, Finanzierungskosten, Marktpreise oder Branchenvorgaben ein. Er bestimmt auch nicht, welcher Preis, welche Marge oder welche Absatzmenge sinnvoll sein sollte.
Für Break-even-Szenarien modelliert das Tool ausschließlich die eingegebenen Fixkosten, variablen Stückkosten, Verkaufspreise, Mengen und Zielgewinne. Staffelpreise, Kapazitätsgrenzen, Lagerkosten und weitere Kostenmodelle entstehen nicht automatisch aus den Ergebnissen.