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FreeTools Labs Lexikon

Inflation & Kaufkraft

Erfahre, wie Inflation Preise und Kaufkraft über Zeit verändert und warum nominale und reale Werte voneinander unterschieden werden müssen.

Passendes Tool

Inflationsrechner

Berechne zukünftigen Geldbedarf und Kaufkraftverlust.

Inflationsrechner öffnen →

Der Inflationsrechner macht aus einem heutigen Geldbetrag, einer selbst eingegebenen konstanten Jahresrate und einem Zeitraum eine mathematische Projektion. Er verwendet keine Preisindizes, historischen Reihen oder aktuellen Inflationsdaten; die Rate ist immer eine Annahme für dieses Rechenmodell und keine Prognose.

Inflation, nominaler Geldbedarf und Kaufkraft

Inflation bedeutet in diesem Modell, dass für dieselbe angenommene Kaufkraft später ein höherer Geldbetrag nötig ist. Der zukünftige Geldbedarf ist deshalb ein nominaler Betrag: Er beantwortet die Frage, wie viel Geld unter der eingegebenen Rate am Ende des Zeitraums rechnerisch dieselbe Kaufkraft wie der heutige Ausgangsbetrag hätte.

Die Kaufkraft rechnet denselben Ausgangsbetrag in die andere Richtung. Sie zeigt, welchem Betrag in heutigen Geldeinheiten der heutige Betrag nach dem angenommenen Zeitraum rechnerisch entspricht. Kaufkraftverlust ist die Differenz zwischen Ausgangsbetrag und diesem Kaufkraftwert.

Die Website-Sprache, ein Wohnort oder eine Währung wählen keine Inflationsreihe aus. Der Rechner verarbeitet ausschließlich Betrag, Rate und Zeitraum.

Ein Jahreswert wird über mehrere Perioden verkettet

Der Rechner teilt die eingegebene Jahresrate zuerst durch 100 und verwendet den Faktor für die gesamte Laufzeit als Exponent. Eine Rate von 3 % über zehn Jahre ist daher nicht 3 % mal zehn, sondern zehn aufeinanderfolgende Schritte mit dem Faktor 1,03.

Inflationsfaktor

Faktor = (1 + jährliche Inflationsrate / 100)^Jahre

Zukünftiger Geldbedarf

Heutiger Betrag × Faktor

Kaufkraft und Verlust

Kaufkraft = Heutiger Betrag / Faktor; Verlust = Heutiger Betrag − Kaufkraft

Die kumulierte Preisveränderung im Modell ist Faktor minus 1. Sie ist von der einzelnen Jahresrate zu unterscheiden: Mehrere Perioden werden verkettet, nicht linear addiert.

Beispiel: 1.000 bei 3 % für zehn Jahre

Für 1.000, eine konstante Jahresrate von 3 % und zehn Jahre berechnet der Service den Faktor 1,03^10 = 1,343916… . Der benötigte zukünftige Betrag beträgt damit 1.343,92. Die modellierte Kaufkraft des heutigen Betrags liegt bei 744,09; der Kaufkraftverlust beträgt 255,91 oder 25,59 %.

Die kumulierte Preisveränderung beträgt in diesem Beispiel 34,39 % (1,343916… − 1), nicht 30 %. Der Unterschied entsteht durch die Verkettung: Der Faktor eines Jahres wirkt in den folgenden Jahren erneut mit.

Die Zahlen sind eine Nachrechnung des aktuellen Service und gelten nur für genau diese Eingaben. Sie sagen nicht voraus, welche Rate in den nächsten zehn Jahren tatsächlich eintritt.

Zeitraum und Diagramm

Der Zeitraum darf größer als null und höchstens 100 Jahre sein; auch Dezimalwerte werden unterstützt. Bei 10,5 Jahren verwendet der Rechner tatsächlich den Exponenten 10,5 und schneidet den Zeitraum nicht auf zehn Jahre ab.

Die Zeitreihe für das Diagramm beginnt bei Jahr 0 mit dem Ausgangsbetrag und endet exakt beim eingegebenen Zeitraum. Bei längeren Zeiträumen begrenzt das Tool nur die Anzahl sichtbarer Zwischenpunkte; Start- und Endwert bleiben Teil der Reihe.

Bei 0 % Inflation bleiben zukünftiger Geldbedarf und Kaufkraft gleich dem Ausgangsbetrag, der Verlust beträgt 0. Negative Raten unterstützt diese Version nicht.

Was das Modell bewusst nicht leistet

Die Rate bleibt über den gesamten Zeitraum konstant und wird weder aus einer amtlichen Datenbank noch aus einer externen API übernommen. Preisentwicklung kann in der Realität nach Zeitraum, Warenkorb und Region unterschiedlich ausfallen; solche Unterschiede sind nicht Teil des Rechners.

Das Tool berechnet keine Spar-, Anlage-, Steuer- oder Einkommensentscheidung. Es erklärt eine eingegebene mathematische Annahme und ersetzt keine Prognose oder Finanzberatung.

Quellen: keine. Der Artikel beschreibt ausschließlich die im Projekt implementierte Rechenlogik; es werden keine künstlichen Quellen ergänzt.