FreeTools Labs Lexikon
IP-Adressen & Subnetze
Erfahre, wie IP-Adressen und Präfixe Netzwerke strukturieren und wie CIDR, Netzmasken und Adressbereiche zusammenhängen.
FreeTools Labs Lexikon
Erfahre, wie IP-Adressen und Präfixe Netzwerke strukturieren und wie CIDR, Netzmasken und Adressbereiche zusammenhängen.
Der IP-Subnetzrechner analysiert IPv4- und IPv6-Präfixe lokal und teilt ein vorhandenes Netz in kleinere Präfixe auf. Er zeigt mathematische Adressbereiche, Masken und Zählwerte der eingegebenen Daten. Das Tool ist ein Rechner für Adressierung und Subnetting, keine Netzwerkerkundung oder Sicherheitsanalyse.
Die öffentliche Page besitzt zwei Modi: `Subnetz analysieren` verarbeitet eine IPv4- oder IPv6-Adresse mit Präfix; bei IPv4 kann statt der CIDR-Schreibweise auch eine zusammenhängende Punktnotation-Netzmaske verwendet werden. `Subnetz aufteilen` normalisiert ein Parent-Präfix und erzeugt daraus einen indexierten Ausschnitt kleinerer Netze mit längerem Zielpräfix.
Bei IPv4 steht ein Präfix wie `/26` für 26 Netzwerkbits innerhalb von insgesamt 32 Bits. Sechs Bits bleiben für den Adressraum dieses Netzes. Die Anzahl der Adressen folgt im Rechner aus der verbleibenden Bitzahl; bei `/26` sind das 2^6 = 64 Adressen. IPv6 verwendet 128 Bits, wird aber als eigenes Adressmodell behandelt und nicht mit IPv4-Hostregeln vermischt.
IPv4 erwartet genau vier Dezimaloktette von 0 bis 255. Äußeres Whitespace wird entfernt, führende Nullen werden jedoch nicht akzeptiert. IPv6 kann vollständig ausgeschrieben, mit `::` komprimiert oder mit eingebetteter IPv4-Schreibweise eingegeben werden. Mehrfaches `::`, ungültige Hexgruppen und Präfixe außerhalb des jeweiligen Bereichs weist der Rechner ab.
Für IPv4 leitet der Service aus Adresse und Präfix die Netzwerkadresse, die Punktnotation-Netzmaske und die Wildcard-Maske ab. Die Netzadresse entsteht bitweise aus IP-Adresse und Netzmaske; die Wildcard ist das Gegenstück zur Maske. Bei Präfixen von `/0` bis `/30` zeigt das Tool zusätzlich Broadcastadresse, ersten Host, letzten Host, Gesamtadressen und nutzbare Hosts.
Netzadresse im IPv4-Modell
Netzadresse = IP-Adresse AND NetzmaskeFür diese normalen IPv4-Präfixe trennt das Modell Netzwerk- und Broadcastadresse vom klassischen Hostbereich. Deshalb unterscheiden sich Gesamtadressen und nutzbare Hosts dort um zwei. Diese vereinfachte Abgrenzung gilt im Tool ausdrücklich nicht pauschal für `/31` und `/32`.
Die Wildcard-Maske wird als berechneter Bitwert ausgegeben. Der Rechner erklärt damit keine herstellerspezifische Konfiguration und prüft keine reale Netzwerkkonfiguration.
Ein IPv4-`/31` behandelt der Rechner als Point-to-Point-Präfix. Es enthält zwei Adressen; beide erscheinen als nutzbare Endpunkte. Eine Broadcastadresse gibt der Service dafür nicht aus. Die pauschale Regel „zwei Adressen abziehen“ wäre hier daher falsch.
Ein IPv4-`/32` enthält genau eine Adresse. Das Tool weist dafür einen nutzbaren Einzelhost und ebenfalls keine Broadcastadresse aus. Auch bei diesem Präfix dürfen Netzwerk- und Broadcastabzug nicht als allgemeine Rechenregel verwendet werden.
Broadcast ist im Rechner ein IPv4-Ergebnis für Präfixe bis einschließlich /30. Für IPv4-/31 und IPv4-/32 ist der Wert nicht anwendbar.
Der IPv6-Teil zeigt Netzpräfix, komprimierte und expandierte Darstellung, erste und letzte Adresse sowie die Gesamtadresszahl. Die intern BigInt-basierte Berechnung erhält große Zählwerte exakt; die Page formatiert sie lediglich für die gewählte Sprache. Es findet keine Dezimalrundung von Adresszahlen statt.
IPv6 besitzt in diesem Rechner keine Broadcastadresse: Das Feld `broadcast` ist immer leer beziehungsweise nicht anwendbar. IPv4-Begriffe wie IPv4-Broadcast oder IPv4-Hostbereich werden deshalb nicht auf IPv6 übertragen.
Ein IPv6-`/127` ist im Modell als Point-to-Point-Präfix markiert. Ein IPv6-`/128` enthält genau eine Adresse. Der Rechner zieht dafür keine IPv4-artigen Netz- oder Broadcastadressen ab.
Für `192.168.10.73/26` liefert der Service das normalisierte Netz `192.168.10.64/26`. Die Netzmaske lautet `255.255.255.192`, die Wildcard `0.0.0.63` und die Broadcastadresse `192.168.10.127`. Der klassische Hostbereich reicht von `192.168.10.65` bis `192.168.10.126`.
Die Analyse weist 64 Gesamtadressen und 62 nutzbare Hosts aus. Das Beispiel zeigt, dass die eingegebene Hostadresse nicht selbst die Netzadresse sein muss: Der Rechner normalisiert sie anhand des Präfixes.
Bei `192.168.1.10/31` ergibt die Serviceanalyse das Netz `192.168.1.10/31`, zwei Gesamtadressen und zwei nutzbare Endpunkte: `192.168.1.10` und `192.168.1.11`. Eine Broadcastadresse wird nicht ausgegeben.
Bei `192.168.1.10/32` sind Netz, erster und letzter Host jeweils `192.168.1.10`. Der Service meldet eine Gesamtadresse und einen nutzbaren Einzelhost; auch hier gibt es keinen Broadcast.
Die Eingabe `2001:db8:abcd:1234:5678::1/64` wird zum Netzpräfix `2001:db8:abcd:1234::/64`. Der Service zeigt die komprimierte Adresse `2001:db8:abcd:1234:5678::1` und die expandierte Form `2001:0db8:abcd:1234:5678:0000:0000:0001`.
Die erste Adresse des Präfixes ist `2001:db8:abcd:1234::`, die letzte `2001:db8:abcd:1234:ffff:ffff:ffff:ffff`. Der exakte Zählwert beträgt 18.446.744.073.709.551.616 Adressen. Eine Broadcastadresse erscheint nicht. Als weitere Sonderfälle liefert ein `/127` zwei Adressen und ein `/128` genau eine Adresse.
Im Modus `Subnetz aufteilen` normalisiert der Service `192.168.10.73/24` zuerst zu `192.168.10.0/24`. Mit Zielpräfix `/27` kommen drei zusätzliche Präfixbits hinzu; daraus entstehen 8 Teilnetze mit je 32 Adressen.
Die ersten beiden Teilnetze auf der Seite ab Index 0 sind `192.168.10.0/27` und `192.168.10.32/27`. Ein Index ist eine nichtnegative ganze Zahl. Für diesen Plan sind die Indizes 0 bis 7 gültig; Index 8 liegt außerhalb des erzeugten Bereichs und zeigt keinen Split-Ergebnisbereich.
Die Ausgabe ist absichtlich indexiert: Standardmäßig materialisiert ein Abruf höchstens 100 Einträge, technisch niemals mehr als 256. Sehr große Teilnetzanzahlen und Adressen pro Teilnetz bleiben als BigInt erhalten; der Rechner verspricht daher nicht, einen riesigen Plan vollständig auf einmal darzustellen.
Die Berechnung verarbeitet ausschließlich eingegebene Adressen, Präfixe, Masken und Indizes lokal. Sie führt keine DNS-, WHOIS-, ASN-, GeoIP-, Ping- oder sonstigen Netzwerkabfragen aus und bewertet weder Erreichbarkeit noch Berechtigungen oder Sicherheitslage eines realen Netzes.
Eine zusammenhängende Punktnotation-Maske ist nur als IPv4-Alternative im Analysemodus vorgesehen. Der Split-Modus benötigt ein Parent-Präfix und ein längeres Zielpräfix. Ersetzt das Zielpräfix kein kleineres Netz, etwa `/24` zu `/20`, weist der Rechner die Eingabe als keine Aufteilung zurück.
Netzadressen, Hostbereiche und Teilnetze sind Ergebnisse des implementierten mathematischen Modells. Sie ersetzen keine Prüfung einer bestehenden Netzwerkkonfiguration oder einer betrieblichen Adressplanung.